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Was ist Kraftdreikampf?

Kraftdreikampf – international als Powerlifting bezeichnet – besteht aus den drei Disziplinen Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben. Ziel ist es, in jeder dieser Übungen ein möglichst hohes Gewicht nach dem entsprechendem Regelwerk zu bewältigen.

 

Im Wettkampf stehen für jede Disziplin drei Versuche zur Verfügung. Der jeweils beste gültige Versuch aus Kniebeuge, Bankdrücken und Kreuzheben wird zum sogenannten Total addiert. Die Athlet*innen treten dabei in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen gegeneinander an.

 

Kraftdreikampf verbindet Maximalkraft mit Technik, Körperkontrolle und langfristig geplantem Training. Auch außerhalb des Wettkampfsports eignen sich die drei Grundübungen dazu, systematisch stärker zu werden und die eigene körperliche Leistungsfähigkeit weiterzuentwickeln.

 

Darstellung einer Kniebeuge

Kniebeuge (Squat)

Die Kniebeuge ist die erste Disziplin eines Kraftdreikampfwettkampfs. Die Langhantel liegt dabei auf dem oberen Rücken beziehungsweise Schulterbereich. Nach dem Herausheben aus dem Rack geht die Athletin oder der Athlet kontrolliert in die Hocke und richtet sich anschließend mit dem Gewicht wieder vollständig auf.

 

Im Wettkampf muss eine vorgeschriebene Tiefe erreicht werden: Vereinfacht gesagt muss sich die Oberseite des Oberschenkels am Hüftgelenk unterhalb der Oberkante des Knies befinden.

Eine technisch saubere Kniebeuge beansprucht insbesondere Oberschenkel-, Hüft- und Rumpfmuskulatur. Gleichzeitig verlangt sie ein hohes Maß an Körperspannung, Beweglichkeit und Kontrolle.

Bankdrücken (Bench Press)

Im Kraftdreikampf ist Bankdrücken die zweite Disziplin und folgt auf die Kniebeuge.

Beim Bankdrücken liegt die Athletin oder der Athlet auf einer Flachbank und hält eine Langhantel über dem Körper. Die Hantel wird kontrolliert bis zur Brust abgesenkt, dort entsprechend den Wettkampfkommandos kurz gehalten und anschließend wieder bis zur vollständigen Streckung der Arme nach oben gedrückt.

 

Neben Brust-, Schulter- und Armmuskulatur spielt auch beim Bankdrücken die Spannung des gesamten Körpers eine wichtige Rolle. Eine stabile Position auf der Bank ermöglicht es, die Kraft möglichst effizient auf die Hantel zu übertragen.

 

Darstellung des Bankdrückens
Darstellung des Kreuzhebens

Kreuzheben (Deadlift)

Das Kreuzheben bildet die dritte und letzte Disziplin des Kraftdreikampfs. Die Langhantel liegt zu Beginn auf dem Boden und wird aus dem Stand heraus angehoben, bis die Athletin oder der Athlet vollständig aufgerichtet ist.

 

Dabei dürfen unterschiedliche technisch zulässige Varianten eingesetzt werden. Am häufigsten sind das klassische Kreuzheben mit relativ engem Stand und das Sumo-Kreuzheben mit einer deutlich breiteren Fußstellung.

 

Das Kreuzheben beansprucht große Teile des Körpers, insbesondere Rücken, Beine, Hüftmuskulatur und Griffkraft. Da es im Wettkampf die letzte Disziplin ist, entscheidet sich hier häufig erst endgültig über das erreichte Total und die Platzierung.