Was ist Gewichtheben?
Das Olympische Gewichtheben besteht aus den beiden Wettkampfdisziplinen Reißen und Stoßen. Ziel ist es, eine Langhantel mit möglichst hohem Gewicht regelgerecht über den Kopf zu bringen.
Im Wettkampf stehen für jede Disziplin drei Versuche zur Verfügung. Der jeweils beste gültige Versuch im Reißen und im Stoßen wird zum Zweikampfergebnis addiert. Athlet*innen treten dabei in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen gegeneinander an.
Gewichtheben verbindet Kraft mit Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination und Technik. Die Bewegungen sind explosiv und gleichzeitig technisch anspruchsvoll. Deshalb spielt nicht nur die reine Kraft eine Rolle, sondern vor allem auch die Fähigkeit, sie im richtigen Moment möglichst effizient einzusetzen.

Reißen (Snatch)
Das Reißen ist die erste Disziplin eines Gewichtheberwettkampfs. Dabei wird die Langhantel in einer durchgehenden Bewegung vom Boden bis über den Kopf gehoben.
Nach dem Anheben wird die Hantel explosiv beschleunigt. Die Athletin oder der Athlet bewegt sich anschließend schnell unter die Hantel und fängt sie mit gestreckten Armen über dem Kopf ab, häufig in einer tiefen Kniebeuge. Danach wird die Bewegung kontrolliert bis zum sicheren Stand beendet.
Das Reißen verlangt besonders viel Schnelligkeit, Beweglichkeit, Koordination und Präzision. Da die Hantel in nur einer Bewegung über den Kopf gebracht wird, sind die verwendeten Gewichte in der Regel niedriger als beim Stoßen.
Stoßen (Clean&Jerk)
Das Stoßen ist die zweite Disziplin des Olympischen Gewichthebens und besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Bewegungen: dem Umsetzen und dem eigentlichen Ausstoßen.
Beim Umsetzen wird die Langhantel vom Boden auf die Schultern gebracht. Häufig wird sie dabei in einer tiefen Kniebeuge abgefangen und anschließend in den Stand gebracht. Danach folgt das Ausstoßen: Die Hantel wird mithilfe der Beine beschleunigt und über dem Kopf mit gestreckten Armen stabilisiert.
Da beim Stoßen zwei getrennte Bewegungsphasen genutzt werden, können normalerweise höhere Gewichte bewältigt werden als beim Reißen. Neben Kraft und Explosivität sind auch hier Technik, Körperspannung und eine sichere Stabilisierung entscheidend.


